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CD REVIEWS
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ARISING REALM (Mai 2007)Der Titel "Plastic Surgery and World Domination" legt nahe, daß es die deutschen nicht allzu ernst nehmen. Doch weit gefehlt, denn die hier vorliegende Mischung aus Death (ganz viel), Thrash (ein wenig) und Grind klingt äußerst appetitanregend. RNS sind ein weiteres Beispiel dafür, daß es im Underground einen unüberschaubaren Haufe an talentierten Bands gibt, die einfach keine Chance bekommen, sich mit einem Deal in der Tasche beweisen zu dürfen. "Plastic Surgery..." klingt absolut professionell und RNS können mit Keyboardeinsprengseln sogar noch an Originalität zulegen. "Grind und Keyboards, das kann nicht gut gehen" mag sich einer denken, doch die Jungs wissen ganz genau, wie sie die einzelnen Teile kombinieren müssen, um doch noch ein brutal-brachiales an den Mann zu bringen. Toll gemacht, professionell gezockt, Kaufempfehlung erteilt!
www.hellborn.de August 2005
ROCK HARD (April 2006)
Eine der stärksten einheimischen Eigenproduktionen seit langem kommt aus Sachsen-Anhalt. Mit Plastic Surgery
ist dieser Fünfer aus Halle der Masse der konkurrierenden Lärmkommandos in Sachen Originalität und Vielseitigkeit weit voraus. Kompetent heruntergezockter Death Metal paart sich auf elf Songs mit Thrash und Grind Elementen und immer wieder unerwartet eingestreuten kurzen Melodien, die auch so mancher Prog Band gut zu Gesicht stünden. Dazu hat die Band gleich 3 Sänger an Bord, setzt auf akzentuierten Keyboardeinsatz und hat ein Händchen für gleichermaßen anspruchsvolle, wie groovig-eingängige Songs. Lediglich die Produktion klingt etwas dumpf.
www.hellborn.de August 2005
nachdem ich eben jene band das erste mal live in halle mit cephalic carnage & death reality gesehen habe, dachte ich mir schon das dies wohl ganz lustige jungs sind. bei blood duster hat mir dann auf mein review von dem konzert hin die neue scheibe in die hand gedrückt und da dachte ich mir das dies doch ein guter opener für den neustart der hellborn metelradio website wär. live ist bei mir das lied "supersherif" besonders hängen geblieben, welches sich leider nicht auf der cd befindet, was aber auch nicht so doof ist, da es glaub ich ein cover ist und so etwas für konzerte vorbehalten sein sollte. ich muß sagen es ist schon sehr in meine richtung, da es eher nicht das übliche hirnlose gebolze ist, sondern einen schönen nackenbrecher-beat vor sich herschiebt. streckenweise muß ich vergleiche zu pungent stench ziehen, was sich allerdings positiv im sound und vor allem der stimmung der platte wiederspiegelt. textlich bietet sich einem eine bunte zusammenfassung von, ich weiß nicht genau - zum beispiel im titelsong plastic surgery and world domination geht's glaub ich um silicon titten & weltherrschaft... es sind 11 grundsolide grindrock-songs auf dieser scheibe, gespickt mit den üblichen beilagen in form diverser einspieler und 2stimmigen gesangs. man sollte hier jetzt nicht unbedingt ein hit-album erwarten, aber wie sage ich immer "man kann das rad nicht jedes mal neu erfinden" ich finde sie sehr lustig und werd sie mir auch wieder zu gemüte führen, es ist eine angenehme erfrischung zwischen den ganzen cannibal corpse für arme, die ich in letzter zeit ertragen musste.
RETARDED NOISE SQUAD plastic surgery and world domination
Nein RETARDED NOISE SQUAD spielen keinen Noisecore. Ganz und gar nicht. Geboten wird von der einheimischen vielmehr Death Metal Vollwertkost nach althergebrachter Zubereitungsart und versehen mit einigen ganz speziellen Zutaten. Plastic Surgery and World Domination ist ein sehr experimentell gehaltenes Album mit vielen verschiedenen Einflüssen. Sicherlich liegt das Hauptaugenmerk auf Death Metal, nichtsdestotrotz findet man Keyboardklänge, klasse Melodien und weitere für Death Metal eigentlich ganz untypische Elemente. Und zu meinem Erstaunen und wider Erwarten funktioniert diese Mischung wunderbar.. Der vierte Song Mind Asleep ist ein geradezu prädestiniertes Beispiel für die Eigenarten von RETARDED NOISE SQUAD. Hier findet eine Supermelodie den Weg in Death Metal Regionen und selbst cleane Vocals werden eingesetzt. Und es klingt prächtig!
Sicherlich, es gibt hier und da noch einige Unstimmigkeiten im Songwriting, aber wer kann das einem Debut Album zum Vorworf machen? Viele Klasse Ideen haben RETARDED NOISE SQUAD auf jeden Fall, die noch ausgebaut und perfektioniert werden können.
9 Punkte
www.necroslaughter.tk Mai2005
Sehr schön aufgemacht mit hochwertigem Booklet und knapper aber präziser Bandinfo lag das Debütalbum von Retarded Noise Squad bei mir im Briefkasten. Beim ersten Anhören war ich nicht so überzeugt von der Haller Interpretation des extremen Metalls, beim zweiten Mal stellte sich ein Aha-Effekt ein und die dritte Runde ließ mich begeistert in die verrückte Welt von "Plastic Surgery And World Domination" eintauchen. Komisch, dass ich nicht von Anfang an begeistert war, denn RNS (ist die Abkürzung der Band und hat nix mit Genetik zu tun - Anm. d. Verf.) setzen auf Eingängigkeit und klare Songstrukturen, so dass sich sämtliche Songs schnell im Gehörgang festkrallen. Obwohl die abgedruckten Lyrics düster und sehr metaltypisch sind verbreitet die Platte ab "Twelvetimesblack", einem Intro bei dem man spätestens bei "norwegischuniformschwarz" lachend um Gnade fleht, eine positive Stimmung, die sich bis zum abschließenden "Walls Of Frozen Flesh" hält, das mit düsteren Melodien an die Toten von Stalingrad erinnert.
Die vorangestellten Lieder animieren hingegen Hobbytänzer, die bei Finntroll und Konsorten gerne mal das Tanzbein schwingen. Zwar klingen die Fünf nicht nach den fröhlichen Humpafinnen, doch ihre Mucke weist ebenfalls einen hohen Tanzfaktor auf, der in "Suspended Steps" und "Mind Asleep" seinen Höhepunkt erreicht. Mit ihrem Mix aus Death, Thrash, Black, Punk und wer weiß sonst noch allem kreieren RNS eine Musik, die einfach gute Laune bringt und auch im gesanglichen Bereich alles andere als gewöhnlich ist. Gleich zwei Jungs mit unterschiedlichen Stimmkünsten veredeln die Songs, wobei Grunzen und Keifen deutlich öfter als das kraftvolle, klare Singen eingesetzt werden. Beim Titeltrack kommt mir vom Wechselgesang her irgendwie Gorerotted in den Sinn, wobei sonst kaum handfeste Vergleiche zu anderen Bands geknüpft werden können.
"Plastic Surgery And World Domination" ist ein außerordentlich gelungenes Erstlingswerk, das mit jedem Mal hören geiler wird und auf dem sich viele gute Ideen und auch die Umsetzung dieser tummeln. Trotz etwas dumpfem Sound gehören Retarded Noise Squad für mich zu den heißesten Newcomern des Jahres, deren weiteren Werdegang man unbedingt im Auge behalten sollte.
www.retardednoise.de
(Martin 05.05.2004 )
FATAL UNDERGROUND Nr. 20
RETARDED NOISE SQUAD Promo-CD-Review
Vor kurzem fand ich nach einem enorm alkoholverseuchten Besuch im Beatclub ne CD in meinen Klamotten wieder. Da hieß es aber erst einmal überlegen, wie man dazu gekommen ist. Nach reichlichem Nachdenken war es dann aber klar, wie das Promomaterial des hallenser Fünfergespanns zu mir kam.
Leider befinden sich nur 3 Stücke auf diesem Promoteil, welche wohl von ihrem aktuellem Album PLASTIC SURGERY AND WORLD DOMINATION stammen dürften. In erster Linie spielt man wohl Death Metal mit klitzekleinem Hang zum Grind. Allerdings geschieht das nicht unbedingt im typischen Format. Denn weder im Rhythmusbereich noch bei den Riffs lassen sich großartig bekannte Variationen erkennen. Nee, hier geht man wirklich sehr eigenständig ans Werk und zeigt sich sehr unkonventionell, dafür aber recht experimentierfreudig. Irgendwie kombiniert man Rhythmen und Klänge, von denen man es hätte eher nicht für möglich gehalten, dass diese zusammenpassen würden. Soll jetzt nicht heißen, dass die ganze Mucke irgendwie ins Intellektuelle driftet. Nee, die Songs hauen schon echt rein und nen recht geilen Groove kann man ebenfalls ausmachen. Leider ist die Produktion nicht so sau super ausgefallen und daher kommt die wahre Härte der Stücke nicht ganz zur Geltung. Trotz allem sind die 3 Songs schon hammermäßig, zumal man im vokalen Bereich mit Kreisch- und Gruntzparts und nem leichtem Thrash Shouting rumwerkelt. Top Songs, die Arsch treten können.
RETARDED NOISE SQUAD PLASTIC SURGERY AND WORLD DOMINATION
Gerade erst die Promo der Hallenser aus dem Player gezogen, flattert auch schon das komplette Album ins Haus. Tja, wie das Leben so manchmal spielt! Und was soll ich Euch noch dazu sagen, ohne dass ich mich wiederhole!? Auf dem kompletten Album wird jedenfalls noch viel deutlicher, dass man in Sachen musikalischer Einflüsse sehr eigene Wege geht und sich in keinster Weise davor scheut, auch einwenig herumzuexperimentieren. Das ne Mucke so vielschichtig kombinierbar ist und trotzdem so ungemein anmacht, ist verdammt verwunderlich. So etwas packen nur sehr wenige Bands. Eins muß ich noch dringenst erwähnen. Die Produktion von PLASTIC
ist um einiges besser als beim Promoteil, obwohl ich auch hier ein wenig den Druck vermisse. Da die Promo eh nur für wichtige Leute oder so gedacht war, solltet ihr euch nicht davor scheuen, das komplette Album in Eurem Player rotieren zu lassen.
www.supremebrutality.net April 2005
This is a bit odd in a way, I guess. Judging from the band name I would have said that Retarded Noise Squad was either a noise or grindcore band but this is actually not the case. The music is a blend of thrash, melodic death and death metal with a slight overweight on the thrash side. It works really well and the fact that the band has a lot of melody in the majority of their songs adds even more to the listening experience. None of the songs really tends to sound alike and that of course is a positive thing which adds significantly to the durability of the record. Occasionally I get the feeling that the band is also slightly influenced by hardcore and various other genres so it's quite difficult to put a proper tag on the music. I seen the band labelled as being deathgrind but that would be stretching it a lot in my humble opinion.
Recorded at Farmlandstudio in Neetzka, Germany with producer Sieghart Schubert the production is as it ought to be. It has a fine balance between on one hand being clear and on the other being energetic and punchy so there's really nothing to point fingers at with regards to the production and for that matter also the music itself. Both compliment each other perfectly. Songs like "Mind Asleep", the titletrack "Plastic Surgery and World Domination" [odd title or what?], "Homo Homini Lupus Est" and "Walls of Frozen Flesh" are the highlights on the album because of their nice melodic approach but the remaining tracks are decent too. This is not your typical thrash or death metal album so if you're looking for something slightly different then Plastic Surgery and World Domination is definitely worth checking.
Das ist etwas merkwürdig, wie ich meine. Würde man die Band anhand ihres Namens einordnen, hätte ich gesagt, bestimmt eine Noise oder eine Grindcore Band, das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Die Musik ist eine Mischung aus Thrash, Melodic Death und Death Metal mit leichtem Übergewicht bei der Thrash-Seite. Das funktioniert sehr gut und dass die Band einen hohen Melodieanteil in den meisten ihrer Songs hat gibt dem Hörerlebnis noch eine zusätzliche Note. Keiner der Songs gleicht dem anderen, das ist natürlich eine positive Sache und gibt der Platte eine enorme Wiederhörbarkeit. Hin und wieder habe ich das Gefühl, die Band ist ebenso von Hardcore und diversen anderen Musikgenres beeinflusst, so ist es enorm schwierig die Musik in eine bestimmte Schublade zu stecken. Ich habe gesehen, dass die Band hier und da unter dem Label Deathgrind läuft, das würde, meiner bescheidenen Meinung nach, den Begriff jedoch etwas weit dehnen.
Aufgenommen im Farmlandstudio Neetzka, Deutschland mit Produzent Sieghart Schubert ist die Produktion wie sie sein sollte. Sie hat eine feine Balance zwischen einerseits klar und andererseits kraft -und druckvoll, so dass man über die Produktion nichts Schlechtes sagen kann, das Gleiche gilt im Übrigen auch für die Musik. Beides passt perfekt zueinander. Titel wie z.B. Mind asleep, das Titelstück Plastic Surgery and World Domination (merkwürdiger Name, oder?), Homo Homini Lupus Est und Walls of Frozen Flesh sind die Highlights des Albums, wegen ihres schönen Melodieanteiles, jedoch sind die übrigen Tracks auch sehr gut. Das ist nicht das typische Thrash oder Deathmetal Album, wenn Du jedoch etwas etwas anderes suchst, ist es Plastic Surgery and World Domination auf alle Fälle wert, angetestet zu werden
Promo-CD-Review auf www.metal-underground.de 21.Februar 2005
Beim DECAPITATED Konzert im Rosenkeller am 3. Februar ?05 in Jena bekam
ich diese Promo MCD zugesteckt und wurde gebeten, ein Review darüber zu
schreiben. Wie versprochen hier ein paar Zeilen dazu. Die Jungs kommen aus Halle/Saale und sind mir bis jetzt völlig unbekannt gewesen. Ich muss aber sagen, was ich bei den 3 Songs höre, ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Die Mucke der Jungs würde ich als Death Metal mit einer gehörigen Portion Thrash bezeichnen. In der Band steckt wirklich spielerisches Potenzial und auch die Gesangs Parts variieren zwischen tiefen Death Growls und Kreisch Gesang. Die Produktion ist für ?ne Promo wirklich hervorragend und das erwarte ich auch von den nächsten Veröffentlichungen. Ich finde die ganze Angelegenheit nicht schlecht und gebe gute 4 Punkte mit der Tendenz nach oben . Basta !!! - Stachel - 4 von 5
www.bloodchamber.de 22.Februar 2005
Damals, als das DeathGrind-Karussell verzweifelt um sich selbst rotierte,08/15-Combos auftauchten wie Moorleichen in Dänemark und eine ganze Stilrichtungmit voller Schwanzkraft am Massensuizid feilte, war es irgendwann Zeit für ein paar tiefgreifendeVeränderungen. Es war an der Zeit, der Welt den Spass an origineller Härte zurückzugebenund ein paar respektlose Reiter aus Thüringen nahmen die Herausforderung schliesslich an...Wem dieses Szenario mit Blick auf die heutige 'Szene' irgendwie bekannt vorkommt, dem seigesagt, dass mal wieder Rettung naht: RETARDED NOISE SQUAD heisst die Droge, die ausdem anhaltinischen Dunkel taucht, um dermassen Arsch zu treten, dass ich mich vorsichtshalbergerne etwas tiefer bücke und die Mundwinkel in freudiger Erwartung nach oben falte.
Die Hallenser spielen von Hause aus teils grindigen Death, der zunächst recht unauffälligdaherkommt: Es gibt reichlich Filmzitate, klassische Instrumentierung, sowie die üblichenVokalejakulate der Agentur Kreisch, Grunz & Partner, gerne auch mit leichter Mille-Petrozza-Schlagseite.Auf den zweiten Blick offenbaren sich dann jedoch die wahren Qualitäten der Scheibe. Die mäßig technischen Songs glänzen nämlich an allen Ecken mit sympatischen Feinheiten ein eingängiges Lead hier, dort eine fast poppige Basslinie, da hinten spriessen Keyboardsounds, die man vielleicht aus dem Radio kennt. Aber eben nur vielleicht, denn zu keiner Zeit wirkt das Material bekannt oder zusammengeklaubt. Wie schon bei den Reitern hat man eher das Gefühl, dass hier aus vorhandenen Zutaten mal eben das Unkombinierbare erschaffen wird.Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Es gibt hier kein zweites ''All you need is love'', es geht lediglich um die Herangehensweise an das Musikschaffen, die beiden Bands gemeinsam ist. Es geht um eine Art von Humor oder Grenzüberschreitung, die sich nicht im bestenfalls teilzeitwitzigen Nachspielen von Schlagern erschöpft, sondern die kreativ wird. Ohne Respekt, ohne Alberei und ohne doppelten Boden. Sowas wie ein sympathisch-humoriger Uruk-hai trifft es unter Umständen ganz gut...
Auf diese Weise entfaltet sich ''Plastic Surgery and World Domination'' dann zu voller Blüte: die 80er-Synthies in ''Dawn of Decay'', der fiese Dauerohrwurm ''Mind asleep'', die sanfte Orientalik im ansonsten knochenharten Titelsong, diverse Nordmanngitarren auf ''Homo Homini...'', der Bass (?) in ''Walls of frozen Flesh'' - nahezu jeder Song macht verdammt viel Laune und zwingt die arthritischen Griffel des Rezensenten nach 30 Minuten mit qualvoller Gewissheit zum Repeatknopf. Und für den Fall, dass ich etwas zu viel in diese Platte interpretiert, mich von der Band also so richtig schön verarschen lassen habe: In der Form gerne wieder! ;)
Wenn ihr also mal wieder Lust auf 'ne Schlachteplatte habt, die länger als vier Wochen vorhält, dann schenkt diesem Baby hier euer Herz oder wartet, bis das Geräuschkommando einen Club eurer Wahl terrorisiert. Zwei (nicht unbedingt repräsentative) Samples und Kontaktadressen findet ihr wie immer über die Homepage.
Von mir gibt's derweil 8,5 abgehackte Finger und 'ne dicke Empfehlung.
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