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LIVE REVIEWS
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www.powermetal.de
Heavy Metal - nix im Scheddel...? Nr. 60
25.12.2005, Leipzig, Kulturbundhaus
Bei der nächsten Truppe konnte man zu Beginn fast annehmen, SLIPKNOT wären zu einem Quintett zusammen geschrumpft und hätten sich ins Kulturbundhaus verirrt. Aber nein, es waren dann doch die Jungs von RETARDED aus Halle, die sich mit Masken bekleidet versammelt hatten, um mit einer aggressiven Death-Metal-Keule Schädel zu spalten. Sie spielten ihr Brett tight herunter, und auch wenn das Ganze nicht sonderlich spektakulär war, so hatten sie auf jeden Fall eine Menge Brutalität und Energie zu bieten. Spätestens als dann auch noch der NAPALM DEATH-Klassiker 'Suffer The Children' zum Besten gegeben wurde, war alles in Butter und man konnte getrost ein Häkchen hinter den Auftritt von RETARDED machen.
www.bloodchamber.de
Weihnachtsscheddel - Manos, Corz, Retarded Noise Squad, Zahnfleischbluten - Leipzig, Kulturbundhaus - 25.12.2005
"True Wurstmaching"
Direkt im Anschluss betreten die corpsegepainteten Düsterheimer von Retarded die Bühne, um der Menge mit ihrer Version des Trve Anhaltian Black Metal einzuheizen nee quatsch, nach einem angespielten Song verlassen uns die DeathGrinder, um sich schnell noch in was Bequemes zu werfen. Zum verlängerten Intro der aktuellen Scheibe (Norwegisch-Uniform-Schwarz) wirft sich dann eine skurrile Mischung aus S/M-Tamponfetischisten und dem Clown von ES ins Scheinwerferlicht und steigt dem Weihnachtsklaus mit Red Alert gleich mal brachialst auf die Filzstiefel meine Herren, was für eine unbändige Energie! Neben allen Hits von Plastic Surgery... (Titeltrack, Mind asleep, Homo Homini..., Walls of frozen flesh und der ganze Rest) gibt es auch einen neuen Song, der unter anderem durch sein äusserst kvltverdächtiges Wvrstmacher-Intro auffällt: ...gibt es etwas erniedrigenderes, als ein Tier zu töten, nur um es anschliessend in seine eigenen Eingeweide zu stopfen...? - Spiel's noch einmal, Sam...
Neben gutem Sound fällt bei Retarded auch die Beleuchtung positiv auf, die den härtesten und subjektiv besten Gig des Abends beeindruckend untermalt und so vielleicht mithilft, diese Band zur Weltherrschaft zu führen. In Anbetracht der guten Publikumsreaktionen und des hochklassigen Songmaterials wäre das nur verdient...
16.07.2005 www.wasteofmind.de
Fall Of Serenity / Retarded Noise Squad / Schleiße Stankend Gliud,"K17" in Berlin
Danach betraten Retarded Noise Squad aus Halle die Bühne. Ihr Outfit sorgte schon mal für ein Schmunzeln bei mir. Alle 5 in langen Unterhosen, richtig schön labberig, Achselshirt und Sänger
und Gitarrist dazu mit einem Patronengurt, der allerdings mit Tampons gefüllt war. Überhaupt, die Jungs waren echt gut drauf, machten zwischen den Songs einige Späßchen und sorgten so für ein wenig Heiterkeit. Auch musikalisch gefielen sie mir schon mal deutlich besser als die erste Band. Mit einer Mischung aus Grindcore, Thrash- und Deathmetal und teilweise zweistimmigen Gesang, wussten sie doch zu überzeugen. Der Sound war zwar immer noch nicht
besser als bei der ersten Band, dennoch konnte man einige nette Melodieriffs ausmachen. Ja, im Großen und Ganzen ein solider Auftritt von Retarded Noise Squad.
www bloodchamber.de 15.März 2005
Retarded Noise Squad Releaseparty mit S.T.A.S.N. und Death Reality - Halle,
Nach ihrem mehr als gelungenen Einstand in der Metalwelt lud das Lärmkommando RETARDED NOISE SQUAD am 5.3. zur Release- und Geburtstagsparty ins TNA-Studio Halle (in der Nähe einer legendenumschwurbelten Shell-Tanke). Und damit man in der guten Stube nicht ganz so allein ist, wurden gleich noch zwei befreundete Bands mitgebracht: Zum einen die noch recht unbekannten S.T.A.S.N., zum anderen DEATH REALITY aus Grimma, die dem einen oder anderen von euch vielleicht doch schon einmal untergekommen sind.
Gegen 21 Uhr hatte sich der Saal bei Bier und Kuchen denn auch recht gut gefüllt, sodass S.T.A.S.N. die ebenerdige Bühne enterten und den Anwesenden ihre Mischung aus hartem Neo-Trash und Hardcore um die Ohren semmelten, was dank des eigens mitgebrachten Moshpits auch ganz gut funktionierte. Die Songs lebten dabei durchweg von ihrem Groove, aufgelockert mit ein paar Blasts und einem bis auf wenige Gangshout-Ausrutscher schön räudigen Frontbarden. Der Coversong hörte dieses Mal auf den Namen ''You're not my God'', kam von den seligen HATESQUAD und fügte sich nahtlos in die gebotenen Eigenkompositionen ein, die das Publikum zum Auftakt gehörig ins Schwitzen brachten. Nach mehr als 30 ordentlichen Minuten bedankten sich die Jungens (Durchschnittsalter so um die 18) artig und gingen freudig grinsend in die Pause.
DEATH REALITY hoben den Agressionslevel dann schlagartig: Es gab gutgelaunten und technisch versierten Death Metal in einer Breitwanddarbietung, die dem Grossteil der Anwesenden erst mal das Bier aus den Händen prügelte. Trotz der vertrackten Strukturen und diverser Breakinfernos wurde der Set in einer unglaublichen Präzision heruntergeholzt, was wohl nicht zuletzt an der Bühnenerfahrung lag, die die Ostsachsen mittlerweile vorweisen können.
Zu Gehör kamen dabei Songs aus allen Schaffensperioden, die der Menge zahlreiche Köpfe amputierten, in meinen Ohren allerdings von Zeit zu Zeit recht ähnlich klangen. Das mag jedoch meiner etwas verkorksten Haltung zu technisch versiertem Extremknüppel geschuldet sein und sollte den geneigten Hörer nicht davon abhalten, den letzten Output der Band ''Bloodprints'' anzutesten. Denn beeindruckend war die Darbietung allemal...
Nach einer weiteren Pause der nächste Schlagzeuger war inzwischen eingetroffen wurde es dann Zeit für RETARDED. Angetan mit grauer Armeeunterwäsche und den berüchtigten Tamponkampfgürteln of Death and Darkness, schlachteten sich die Mannen durch das komplette Album, klangen dabei jedoch um einiges drückender als auf Platte. Während letztere vor allem von den vielen Feinheiten profitiert, die den Songs innewohnen, zeigte sich live das wahre Wesen von RNS energetischer Death Grind vom Feinsten, serviert mit Seele und schwarzem Humor. Dadurch gewannen gerade straightere Stücke wie ''Divine Light'', ''Fractured...'' oder ''Dawn of Decay'', die in der Folge denn auch für reichlich Bewegung im Auditorium sorgen konnten. Verschnaufpausen suchte man jedenfalls vergebens, während rechts und links die Granaten einschlugen...
Der ''Supersheriff'' war schliesslich i-Punkt eines rundum gelungenen Konzertabends, den RETARDED erst weit nach Mitternacht sowie erneuter Darbietung diverser schon gespielter Songs beenden durften. Aber so ist das halt, wenn man erst eine Scheibe draussen hat und die Meute nach mehr Blut giert...
Positive Erwähnung soll hier auch der wirklich erstaunliche Sound finden, den ich diesem Raum am Anfang nicht unbedingt zugestanden hätte: Die dicke Wand, die sich da aufbaute, stand den Bands des musikalischen Spätschoppens wirklich gut zu Gesicht.
Der Grösste ist und bleibt allerdings ein anderer: Jener Mensch nämlich, der sich unverzagt durch die bitterkalte Hallenser Nacht kämpfte, um die trockenen Kehlen mit Gerstensaft zu versorgen Sport frei und danke schön!
Abditus Vultus, 2. Januar 2005
so vergingen die folgenden 2 Stunden wie im Fluge, bis Retarded ca. 22.30 Uhr den
Startschuss zum Liveteil des Abends gaben.Deathmetal with Fun schreibt sich das Quintett
aus Halle auf seinBanner, und wahrhaftig: So etwas habe ich noch nicht gesehen! Mit
vollkommen ernster Mimik standen die Männer komplett in grauen Unterhosen und
Hemden, mit Patronengurten aus Tampons sowieverdreckten Gesichtern vor uns und
gaben uns noch anständigen Deathmetal von sich. Dieser war schnell, geradeaus
und saubervorgetragen!Abwechslungsreich ging es durchs frühabendliche Programm,
das seinen Höhepunkt in einer Huldigung an alle staatlichen Ordnungskräfte fand.
Es war insgesamt ein gelungener Auftritt und Retarded sollten für Event-Eröffnungen
metallischer Art des Öfteren berücksichtigt werden
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